In CORONA Zeiten reisen:

Mecklenburgische Seenplatte, Fahrt über 14 Tage

Schwerpunkt dieser Reise soll das Radfahren sein, genauso wie den Umgang mit vorhandener Elektronik üben, das Fotografieren und Schreiben eines Blogs / Webseite mit dem Smartphone.

Abwechselnd werden wir jeweils an einem Tag radeln und am anderen Kulturelles erleben. Wir sind gespannt, wie das alles gelingen wird.
Die Bahn bringt uns von Berlin nach Schwerin. Dort starten wir mit den eigenen Rädern zu einer Überland-tour in mehreren Etappen bis Fürstenberg/Havel.
Aus "Corona-Gründen" haben wir zur Sicherheit unsere Unterkünfte vorgebucht.


Schwerin - Bützow - Plau am See - Waren (Müritz);     207 km, 1441 Höhenmeter

Am ersten Tag besichtigen wir in Schwerin, den Schlossgarten, die Altstadt (Schelfstadt) und den Dom.

Wir starten zu unserer ersten Etappe. Diesmal wollen wir es uns ganz einfach machen und nehmen den Bericht des Magazins RADtouren, Ausgabe3/2020 "Mecklenburgische Seen" als Vorlage.

Ab Hohen Viecheln folgt die GPX-Route dem Fernradweg Hamburg - Rügen (HH-Rü). Klingt vielversprechend, stellt sich aber als großer Fehler heraus. Die Durchfahrung des "NSG Döpe" und des sich anschließenden Naturparks "Sternberger Seenland" erweist sich, wegen der kilometerlangen(!) Wald- und Sandpassagen, als qualvoll. Hinzu kommen einige Kilometer Kopfsteinpflaster bei Eickelberg/Eickelhof "Allee des Jahres 2019".

Völlig überanstrengt erreichen wir unsere Unterkunft „Mühlenvilla“ in Bützow, was sich als kleines Paradies entpuppt. Ja, sogar der ganze Ort bietet kleine Überraschungen (Schloss, das Krumme Haus, Weg am Wall), schließlich kreuzt hier der Fernradweg Berlin - Koppenhagen (EV7).

Weiter gehts, der Bützow-Güstrow-Kanal ist für die ersten 20 km ein guter Begleiter. Bis Krakow am See folgen wir der Route. Auf die Besichtigung des "Aussichtsturm auf dem Jörnberg" haben wir vorsichtshalber(!) verzichtet.

Genau richtig, bei Galve soll die Strecke durch den Naturpark Nossentiner / Schwinzer Heide führen. Die dargebotene "Einfahrt" ist für Fahrzeuge aller Art verboten und der Boden lässt auch nichts Gutes verheißen.

Da wir keine Mountainbikes fahren, ist dieser Weg schlicht unmöglich zu bewältigen. Daher müssen wir auf eine nahe Bundesstraße ausweichen.

Plau am See, mit maritimer Atmosphäre, die Hubbrücke leider defekt. Ein obligatorisches Fischbrötchen muss schon sein. Die Fahrt führt weiter auf dem Uferweg des Plauer Sees. Dieser Waldweg lässt sich einigermaßen fahren. Eine Baustelle muss noch passiert werden, das kennen wir bereits. Bis Waren (Müritz) fährt es sich zügig.

Es ist ein nettes Städtchen, Rundgang am Hafen, Markt wie üblich!

Sehr überrascht sind wir von den nicht unerheblichen Höhenmetern, die durch das ständige Auf und Ab erreicht werden.

Haupt Radrouten: Fernradweg Hamburg-Rügen, Fernradweg Berlin-Koppenhagen (EV7), Eiszeitroute, Elbe-Müritz-Rundweg, Warnowtal Rundweg, Herrenhaus Rundweg

Kaffee, Eis und Kuchen haben wir uns nun redlich verdient.

Und das Handling unserer Elektronik, Webs etc. braucht noch zu viel Zeit!


Waren (Müritz) - Stavenhagen (Ivenacker Eichen) - Neubrandenburg - Wesenberg - Fürstenberg/Havel;    158 km, 961 Höhenmeter

Nun verlassen wir die vorgegebene Strecke und fahren zum Nationalen  Naturmonument "Ivenacker Eichen", um das "Waldgebiet 2020" mit seinen 600 - 800 Jahre alten Eichen zu besuchen. Die naturhistorische Besonderheit ist eine 1000-jährige Eiche! Was die wohl schon alles gesehen hat?
Am Pausentag widmen wir uns erneut unseren elektronischen Aufzeichnungen, was mangels WiFi nicht problemlos geht. Ab Reuterstadt Stavenhagen (Unterkunft) geht es über Altentreptow nach Neubrandenburg; es läuft gut, eher bergab und mit Wind von hinten. Einem kräftigen Regenschauer können wir in einem Buswartehäuschen entweichen. Super.
Neubrandenburg ist eher verregnet, Altstadtbummel und Stadtmauer werden besichtigt.
Anschließend kommt eine schöne Strecke am Tollensesee "Tollensetal Rundweg" und "Eiszeitroute", stetes auf und ab. Waldwege sind gut befahrbar.
Als weiteren kulturellen Höhepunkt unserer Reise erweist sich die Unterkunft in der "Park Residenz bei Wu" mit dem Skulpturenpark Wesenberg, der Galerie sowie einem Gespräch mit der Künstlerin Cornelia Nagel über ihre Arbeiten. So schön kann Reisen sein!
Schließlich folgt eine letzte einfache, schöne Etappe zum Bahnhof Fürstenberg/Havel, um mit dem RE5 nach Berlin zufahren.


Fahrprotokoll


Résumé:

Unerwartet lernen wir wunderbare Landschaften, Seen, Wälder kennen, auch tolle engagierte Leute…

Das Vorfinden kilometerlanger Sandpassagen sowie unpassierbarer Wege passen leider mit der Beschreibung: "hin und wieder sandige Bereiche", des Magazins RADtouren, Ausgabe3/2020 nicht zusammen. Wir möchten anmerken, dass uns einige Streckenführungen für Reiseradler gänzlich ungeeignet erscheinen.

In 3 Unterkünften hintereinander (= 6 Tage) gibt es keinen zuverlässigen WiFi Anschluss. Problem in Deutschland?

Bei jeder Radreise führen wir eine „Stückliste“ für unsere Radtaschen.

Diesmal ist der Rekord von 9 kg und 9,5 kg Gepäck (pro Person) erreicht :-))